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Bauen mit dem Wald

Bauen mit dem Wald

Tunnelblicke aufbrechen, ganze Wertschöpfungsketten betrachten, faktenbasierte und wissenschaftlich begründete Lösungen identifizieren: Das ist schon mal grundsätzlich ein guter Ansatz, um komplexe Sachverhalte in der Wirtschaft zu analysieren. In jedem Fall aber ist das der Weg für den Holzbau im Kontext der Bauwende und des unter dem Klimawandel leidenden Waldes 🌲🌳. 

Unter eben diesen Vorzeichen stand das Symposium "Bauen mit dem Wald" der Koalition für Holzbau.

Etwa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft verfolgten wissenschaftliche Impulsvorträge aus der Forstwirtschaft und der Materialforschung und debattierten über die Umsetzung der Holzbauinitiative der Bundesregierung. Zum Ausdruck kam die Notwendigkeit klarer, zukunftsorientierter und praxistauglicher politischer Rahmenbedingungen. Mit Kassem Taher Saleh, Michael Kießling und Karlheinz Busen debattierten die fachpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU und FDP teils kontrovers zur Strategie und Umsetzung der Holzbauinitiative. 

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Bildunterschrift Beitragsbild 2:
Michael Kießling, fachpolitischer Sprecher CSU für Bauwesen, Kassem Taher Saleh, Obmann Bauen in der Bundestagsfraktion vom Bündnis90/Die Grünen, und Karlheinz Busen, Sprecher für Forst in der Bundestagsfraktion der FDP (v.l.), moderiert von Kristina Pezzei, Politikredakteurin bei der Immobilien Zeitung

Wissenschaftliche Beiträge von Prof. Hubert Speth zum Gesundheitszustand des Waldes und von Prof. Johannes Konnerth zu effizienzsteigernden Verarbeitungsmethoden in der Holzbauwirtschaft flankierten lebhafte Debatten auf und neben der Bühne.

Klimabedingt unterliegt der heimische Wald einem strukturellen Wandel: Der Bestand an leicht zu verarbeitendem Nadelholz verringert sich, der Bestand an komplexerem Laubwald nimmt zu. Wir müssen heute den richtigen Umgang finden, um den Wald als essentiellen CO2- und Rohstoffspeicher zu behalten. Dazu braucht es umfängliche Aufklärungsarbeit zu einer vorausschauenden Bewirtschaftung des Waldes und auch zum zirkulären Potential im Holzbau“, so Prof. Hubert Speth.

Für uns als Mitglied der Koalition für Holzbau zeigt die Veranstaltung vor allem Eines: Es gibt in Politik, Holzbau, Wissenschaft und im Immobilienbereich einen starken Antrieb, nicht die Fehler des in der Vergangenheit etablierten mineralischen Bauens zu wiederholen.

Grundvoraussetzung sind aus unserer Sicht zwei Punkte:

  • Wer einfache und schnelle Antworten sucht, wird die Bauwende nicht bewältigen und ignoriert die gesellschaftliche Dimension des Bauens.
  • Wir müssen, akzeptieren, dass wir klimatische und forstwirtschaftliche Entwicklungen im Detail nur sehr begrenzt vorhersehen können und kein Weg an einem kontinuierlichen Abgleich mit der Forstwirtschaft, der Wissenschaft und der Politik vorbeiführt.  

Und genau deswegen haben die Teilnehmer das Symposium auch nicht mit fertigen Antworten verlassen, sondern mit dem Vertrauen darauf, dass wir die vor uns liegenden Aufgaben zusammen lösen werden. 👍🏻

Hier für alle Interessierten die beiden Videos der Veranstaltung.

 

Part 1

 

Part 2

 

 

 

Bildunterschrift Titelbild Blog-Post:
Jan Hassan, Vertriebsingenieur Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG, Roland Bechmann, Vorstand Werner Sobek AG, Sibylle Bornefeld, Architektin und Partnerin Sauerbruch Hutton Architekten, Prof. Dr. Johannes Konnerth, Universität für Bodenkultur Wien, Dr. Patrick Bergmann, Geschäftsführer MADASTER Germany GmbH (v.l.)

 

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